Je nach Jahrgang produziert Mylène Bru zwischen 12 000 und 15 000 Flaschen. Mehr geben die alten Reben im Hinterland von Sète nicht her. Maschinen hat ihr Rebberg noch nie gesehen, dafür immer wieder das Pferd, das die Egge durch die Gänge zwischen den Stöcken zieht und die Kräuter und Gräser in den kargen Boden der 15 Kleinparzellen einarbeitet. Archaisch ist auch die Traubenverarbeitung. Mylène Bru verzichtet auf alles, was die moderne Önologie empfiehlt - keine Schönung, keine Filtration. Der Wein wird so, wie er wird: Die Natur macht ihn fein, opulent, rassig und sehr komplex. Eine wilde Assemblage aus Syrah, Carignan und Grenache. Intensiv und anspringend, frische Frucht, Kirschen und rote Beeren, dazu Gewürznoten von Pfeffer und Thymian, temperamentvoll am Gaumen, dicht, begleitet von viel Frische, wohl dosierter, feinkörniger, aber präsenter Gerbstoff. 2015 wurde Mylène Bru in den «Guide des meilleurs vins de France» aufgenommen.
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